Orientierung im Gassengewirr, Verhandlungstipps für die Souks und unsere liebsten Riads.
Die Medina von Marrakesch beim ersten Besuch zu betreten, fühlt sich an wie das Verlassen jeder gewohnten Straßenordnung: keine erkennbaren Hausnummern, Gassen, die sich alle zehn Meter verzweigen, und ein Gewusel aus Rollern, Eselskarren und Verkäufern. Wir haben uns garantiert an jedem der ersten drei Tage verlaufen.
Was am Anfang geholfen hat: sich an großen Landmarken orientieren statt an Straßennamen – der Koutoubia-Minarett-Turm war für uns über die ganze Reise der verlässlichste Fixpunkt, an dem wir uns im Zweifel wieder neu ausrichten konnten.
In den Souks selbst gehört das Verhandeln zum Spiel dazu – anfangs ungewohnt, irgendwann fast unterhaltsam. Unser Tipp: sich vorher grob informieren, was ein Teppich, eine Lederware oder ein Gewürz ungefähr kosten sollte, und dann mit einem Lächeln und viel Geduld verhandeln, statt es als Konfrontation zu sehen.
Übernachtet haben wir in einem kleinen Riad mitten in der Medina, einem der traditionellen Innenhof-Häuser mit Springbrunnen und Orangenbäumen – von außen unscheinbar, von innen einer der ruhigsten Rückzugsorte der ganzen Reise. Genau dieser Kontrast zwischen quirliger Gasse und stiller Innenhof-Oase macht für uns bis heute den Reiz von Marrakesch aus.
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